Herbst / Winter 2011 / 2012
Programmüberblick unter
Vorschau


Mittwoch, 09. November 2011 Premiere
weitere Vorstellungen: jeweils Mi bis Sa, 17. Dez 2011

Mittwoch, 07.Dezember - bereits ausverkauft!
Freitag, 30. Dezember und SILVESTER zwei Vorstellungen mit anschießender Feier
SILVESTER  AUSVERKAUFT !

Im neuen Jahr - siehe auch Programm im Überblick:
jeweils Mi bis Sa, 04.01. bis 14.01.2012
zusätzlich Sa.,04.02.,
So., 05. 02.
hier Beginn bereits um 17.00 Uhr,
Fr., Sa. 02. und 03. 03. und Fr., Sa. 09. und 10. 03.
20.30 Uhr / Einlass: 20.00 Uhr

Achleitner, Artmann, Bayer, Rühm, Wiener

"aug in aug - zahn in zahn"
wiener nummern-revue mit kasper & co


Fotos: Volker Derlath, zum Vergrößern anklicken


Varner, Seils

Beil, Siegert

Seils, Siegert


Seils, Beil


Varner, Seils

Beil, Siegert
Mit freundlicher Unterstützung:


Es spielen:
Carola Beil
Arik Seils
Sigi Siegert
Christofer Varner

Regie und Bühne: Claus Siegert
Co-Regie: Petra
Hitzginger
Dramaturgie: Angela Maria Pichler
Musik: Christofer Varner
Kostüme: Cinzia Fossati
Choreografie: Bele Turba
Technik und Licht: Uwe Hinsche


Die „Wiener Gruppe“ –bestehend aus Friedrich Achleitner, H. C. Artmann, Konrad Bayer, Gerhard Rühm und Oswald Wiener – begann im konservativen Wien der 1950er Jahre mit Sprache und Musik zu experimentieren und eine erweiterte Poetik zu erproben. Bald sprengte sie den engen Kunstbegriff der Nachkriegsjahre, deren Politik sie als „makaberes kasperltheater“ empand, und leitete eine ästhetische Revolte ein. Der Proklamation des „poetischen Actes“ folgten Manifeste und Happenings im öffentlichen Raum. Das Unbehagen, das die jungen Künstler gegenüber dem gängigen Kulturbegriff empfanden, fand seinen Ausdruck in der Lust auf Auseinandersetzung und im Spaß an Provokation, aber auch in der Auflösung der klaren Grenze zwischen Alltags- und Kunstsprache und der Auffassung von Sprache als optisches und akustisches Material.

Die „Wiener Gruppe“ schuf mit Mitteln der Sprachskepsis und
-manipulation außerdem literarisches Cabaret, schwarzhumorige Chansons, sinnverweigernde Montagen und musikalische Lautgedichte. Vor allem diese Texte sind es, die in der Blauen Maus zur Aufführung kommen. Eingebettet in eine Hanswurstiade um einen kriegsmüden Kasper wird das aberwitzige Werk der Wiener Avantgardisten zur musikalischen Nummern-Revue mit doppeltem Boden: Vorhang auf!

„der vollzogene poetische act, in unserer erinnerung aufgezeichnet, ist einer der wenigen reichtümer, die wir tatsächlich unentreissbar mit uns tragen können.“
(aus der „acht-punkte-proklamation des poetischen actes“. H.C. Artmann 1953)

HINWEIS FÜR UNSERE ZUSCHAUER

Wenn Sie mehr über das Stück, die Autoren und die Inszenierung wissen wollen, besuchen Sie uns am Mittwoch. Jeden Mittwoch um 20:30 Uhr wird Ihnen der Regisseur des Stücks, Claus Siegert, vor der Vorstellung einen kleinen Einblick in unsere Arbeit vermitteln. Dieser Service ist im Preis enthalten und ist auch für größere Gruppen interessant. Selbstverständlich haben Sie auch nach der Aufführung die Gelegenheit bei einem Glas an der Theke mit uns zu plaudern und das Stück zu reflektieren. Wir würden uns freuen, Ihre Meinung zu hören!


Presse:
Münchner Merkur, 19.11.11

Hier Youtube-Video ansehen:
http://www.youtube.com/watch?v=Xr2CViXkLVs